Schienentherapie bei Kiefegelenkbeschwerden (CMD)

Kiefergelenkbeschwerden, auch Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) genannt, können Schmerzen, Verspannungen und Einschränkungen im Kieferbereich verursachen. Betroffene leiden häufig unter Kopfschmerzen, Nackenverspannungen, Zähneknirschen oder unregelmäßigem Biss.

Mit einer individuell angepassten Schienentherapie lassen sich viele Symptome effektiv lindern und langfristig behandeln.

Wann ist eine Schienentherapie sinnvoll?

Eine Schienentherapie wird empfohlen, wenn:

• Zähne stark gepresst oder geknirscht werden (Bruxismus), z.B. im Schlaf oder bei Stress
• das Kiefergelenk schmerzt oder knackt
• muskuläre Verspannungen im Gesicht, Nacken oder Kopf auftreten
• Fehlbisse oder Zahnfehlstellungen Beschwerden verursachen

Die Therapie unterstützt nicht nur die Entlastung des Kiefergelenks, sondern beugt langfristigen Schäden an Zähnen, Kiefer und Muskulatur vor.

Ablauf der Schienentherapie

1) Diagnostik und Beratung: Zunächst erfolgt eine gründliche Untersuchung des Kiefers, der Zähne und der Kaumuskulatur. Eventuell werden Röntgenbilder oder digitale Bissanalysen erstellt.

2) Individuelle Schienenanfertigung: Anschließend wird eine passgenaue Aufbiss- oder Entlastungsschiene angefertigt. Sie ist individuell an den Kiefer angepasst und sorgt für eine gleichmäßige Druckverteilung.

3) Kontrolle und Anpassung: Während der Therapie kontrollieren wir regelmäßig Sitz, Tragekomfort und Wirkung der Schiene und nehmen bei Bedarf Anpassungen vor.

Die Therapie kann Beschwerden spürbar reduzieren und langfristig die Funktion des Kiefergelenks stabilisieren.

Weitere Möglichkeiten bei CMD

Die Schienentherapie ist Teil eines umfassenden Behandlungskonzepts. Je nach Ursache können ergänzende Maßnahmen wie Physiotherapie, Muskelentspannung oder gezieltes Training der Kiefermuskulatur sinnvoll sein.